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Praxisbeispiel

Ein Beispiel aus der Praxis für Restreaktionen frühkindlicher Reflexe

Im folgenden Beispiel erzählt eine Mutter, die mit ihrem Kind das Training durchlaufen hat, eindrücklich, wie sie und die Umwelt ihren Sohn lange Zeit wahrgenommen haben. Durch das Training ist sie in der Lage, besondere Auffälligkeiten und Besonderheiten ihres Sohnes richtig einzuschätzen und ihn nicht als „verhaltensauffälliges Kind“ zu sehen, sondern als ein Kind, das sein Potenzial aufgrund der Restreaktionen frühkindlicher Reflexe nicht in dem Maß ausschöpfen konnte, wie es sein sollte.

Ein schreiendes Baby

„Bereits als Baby wurde ich von anderen Müttern immer wieder gefragt, warum mein Sohn so ausdauernd und langanhaltend schreit (Moro). In der Pekip-Gruppe, die ich mit meinem Sohn als Baby besuchte, hatten alle anderen Babys Spaß, ich war allerdings durchgängig damit beschäftigt, ihn zu beruhigen.

Ich hatte den Eindruck, es war ihm alles sehr schnell zu viel, außerdem störte ihn immer wieder das helle Licht im Raum (Moro/taktile Wahrnehmung). Auch zuhause fiel mir auf, dass mein Baby zu schreien begann und regelrecht zusammenzuckte, wenn jemand im Raum auch nur laut niesen musste (Moro/auditive Wahrnehmung).

Irgendwann bewegten wir uns fast nur noch schleichend in der Wohnung umher. Auch Hausarbeiten mit dem Staubsauger waren im Beisein meines Babys nicht möglich, da es vor Schreck über die Lautstärke erneut ins Schreien verfiel und es lange dauerte, bis wir ihn wieder beruhigt hatten (Moro/auditive Wahrnehmung).

Auffällige motorische Entwicklung

Seine motorische Entwicklung kam mir manchmal seltsam vor. Er robbte als Baby und setzte dies dann aber in einem recht auffälligen Krabbelmuster fort (ATNR). Aber er kam vorwärts und erreichte die Spielsachen, die er haben wollte. Die Schaukelbewegungen, die ein Baby eigentlich als Vorstufe zum Krabbeln machen sollte, die fehlten komplett (STNR).

Ich machte mir dahingehend damals keine Gedanken, denn ich sagte mir, laufen werden sie irgendwann alle. Mein Sohn lernte das freie Laufen erst sehr spät mit 16 Monaten. Von seinen Baby-Freunden war er damit der letzte, der laufen konnte.

Schwierige Ablösung

Glücklicherweise kam mein Sohn erst mit knapp drei Jahren in den Kindergarten. Eine frühere Ablösung von mir wäre undenkbar gewesen. Generell verließ mein Sohn in den ersten drei Lebensjahren kaum den Platz neben und bei mir. Sogar auf die Toilette konnte ich nicht mehr alleine gehen. Wenn andere Kinder bereits wagemutig die Umgebung erkundeten, suchte er stets meine Nähe und Sicherheit, war ängstlich in jeder Hinsicht (Moro).

Auch die Ablösung im Kindergarten war ein langer Prozess und von vielen Tränen begleitet (Moro). Ich hatte auch den Eindruck, dass ihm in Gesellschaft anderer Kinder und Erwachsener schnell alles zu viel wurde. Nach dem Kindergarten klagte er oft über die hohe Lautstärke und das unruhige Treiben der Kinder dort (Moro/auditive Wahrnehmung).

Wütend bis zur Erschöpfung

Lange Zeit hatten wir und Außenstehende Probleme, seine Sprache zu verstehen. Vor allem die Aussprache war oft sehr verwaschen und undeutlich und gewisse Laute ließ er komplett aus (Such- und Saugreflex/auditive Wahrnehmung). Dazu kam, dass er bis ins Schulalter hinein immer wieder an Pullovern, Jacken und Halstüchern kaute und lutschte (Such- und Saugreflex). Viele Pullover mussten wir nach kurzer Zeit entsorgen, da sie Löcher hatten oder komplett ausgeleiert waren.

Die Trotzphase war extrem lange und anhaltend. Aber das hatten andere Kinder ja auch. Bei uns war es allerdings so, dass unser Sohn aus seinem Wutanfall überhaupt nicht mehr heraus kam. Seine Gefühlsausbrüche waren unangemessen dem, was vorausging. Er schlug um sich, biss, schrie aus Leibeskräften und fiel dann nach dem Wutanfall völlig entkräftet in einen Erschöpfungszustand (Moro).

Oft waren wir nicht so konsequent wie wir eigentlich sein wollten, nur um einen dieser Wutausbrüche zu entgehen. Damit stießen wir allerdings wieder auf neue Probleme. Denn unser Sohn war geradezu darauf erpicht, dass sein Tagesablauf in den gewohnten Bahnen, mit immer denselben Ritualen und vorhersehbaren Aktionen ablief. Kamen überraschende und neue Abläufe hinzu, brachte ihn dies ebenso komplett aus seinem Konzept (Moro).

Schwierigkeiten im Kindergartenalter

Im Kindergartenalter gingen wir gemeinsam zum Kinderturnen. Die Leiterin sprach mich mehrmals darauf an, dass mein Sohn sich sehr schwertun würde mit Bällen. Ja, das war mir auch schon aufgefallen. Ständig fiel ihm der Ball aus der Hand, Fangen und Werfen waren eine Katastrophe (ATNR), spielten wir Fußball, so geriet er schnell aus dem Gleichgewicht, außerdem kamen die Bälle entweder mit viel zu viel Schwung oder fielen ihm beim Werfen aus der Hand (STNR). Auch den Purzelbaum beherrschte er lange nicht, sondern kippte bei nahezu jedem Versuch um (STNR).

Dann fuhren alle Kinder in seinem Alter Fahrrad. Wann wir denn endlich mal damit anfangen würden, war die Frage vieler Mütter. Ich wusste es auch nicht. Mein Sohn blockte ab. Komplett. Er verweigerte jeglichen Versuch (Moro). Denn es klappte einfach nicht mit dem Treten der Pedale. Die Koordination überforderte ihn (ATNR).

Auch den Schwimmkurs für das Erreichen des Seepferdchens mussten wir 2x wiederholen. Während alle anderen Kinder vergnügt im Wasser plantschten und die ersten Schwimmbewegungen beherrschten, schwamm mein Sohn lange nur mit Schwimmhilfe, denn auch hier klappte die Koordination von Armen und Beinen nicht (ATNR/STNR). Zudem empfand er jeden Spritzer Wasser in seinen Augen als lästig und unangenehm (Moro).

Schulzeit: Angst und Unruhe

Dass die Schulzeit anstrengend werden würde, darauf hatte ich mich innerlich bereits eingestellt, nach der Erfahrung der ersten Jahre. Mein Sohn hatte Angst vor der Schule und befürchtete, dem Druck und den Erwartungen nicht gerecht werden zu können (Moro).

 

Schon nach wenigen Wochen hatten wir den ersten Gesprächstermin bei der Klassenlehrerin. Die Stifthaltung meines Sohnes sei miserabel. Die Hand wäre komplett verkrampft, damit sei es schwer das Schreiben zu erlernen (ATNR). Zudem würde mein Sohn ständig die Sitzhaltung wechseln. Sie sagte, mal sitzt er auf einem Bein (ATNR), dann wechselt er wieder aus heiterem Himmel und sitzt abgeknickt auf beiden Beinen (STNR), dazwischen rutscht er unruhig und zappelig auf seinem Stuhl herum (Moro/STNR). Zudem liegt sein Kopf fast auf dem Blatt Papier auf, auf das er Schreiben soll (visuelle Wahrnehmung).

Alles gut zureden half nichts. Im Gegenteil, mein Sohn hatte immer weniger Interesse und Lust in die Schule zu gehen. Seine Konzentration war schlecht und er ermüdete unheimlich schnell beim Lesen und Schreiben (STNR/visuelle Wahrnehmung), hatte Probleme von der Tafel abzuschreiben (ATNR/Auge-Hand-Koordination) und der Kampf um die Hausaufgaben war zermürbend, da er diese nicht in einer dafür angemessenen Zeit bewältigen konnte (STNR).

Meine Bemühungen, ihm bei den Hausaufgaben zu helfen, endeten jedes Mal in einer Diskussion, die er führte und in der wir auf keinen grünen Zweig kamen. Jegliche Kompromissversuche meinerseits endeten in seiner Rechthaberei (Moro). Und wie er auf dem Stuhl saß während der Hausaufgaben.

Wahrscheinlich genauso wie in der Schule. Mal das rechte Bein oben, dann sitzend auf beiden Füßen, dann im Schneidersitz, innerhalb weniger Minuten wurde die Sitzhaltung gewechselt, herumgezappelt (ATNR, STNR). Und ständig hatte er irgendetwas in den Fingern und im Mund, den Radiergummi, das Lineal, dann wieder einen anderen Stift, weil der alte nicht mehr gut genug war (Such- und Saugreflex, Moro).

"Gesellschaftsfähiges" Verhalten

Ich war froh, dass mein Sohn zuhause sein Mittagessen einnehmen konnte und nicht in der Schule. Denn seine Essmanieren waren nicht altersgemäß. Täglich war ein neuer Pullover von Essensresten übersät, er kleckerte und immer wieder fiel etwas anderes von der Gabel. Beim Einschenken aus der Flasche ging immer etwas daneben. Sein Platz war mit Abstand der, der am meisten Brotkrumen unter dem Tisch aufzuweisen hatte (Such- und Saugreflex/STNR/Moro). Selbst seine kleinen Brüder konnten anständiger essen als er.

Wenn nachmittags seine Freunde aus dem Kindergarten und der Schule zu Besuch kamen fragte ich mich häufig, wie lange die das noch mit ihm mitmachen würden. Er war der große „Bestimmer“ und jeder musste nach seiner Pfeife tanzen (Moro). War ein Kind ihm überlegen, dann war er sehr nah am Wasser gebaut und weinte wegen jeder Kleinigkeit (Moro)…

Inzwischen haben wir die Grundschulzeit erfolgreich überstanden. Ohne das Training und die Aussicht auf ein Kind, was nicht ständig als der Störer und Versager dagestanden hatte, hätten wir sicher kapituliert. Heute sind die beschriebenen Punkte teilweise noch minimal vorhanden, aber wir meistern unseren Alltag wie jede andere Familie mit den alltäglichen Problemen.“

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